Abendgebet "Gerechtes Geld" Ruprechtskirche, 06.11.2003

  • Lied: "Komm in unsre stolze Welt"

    Text: Hans von Lehndorff

  • Wir sprechen gemeinsam das Eröffnungsgebet
  • Begrüßung: Daniel Vychytil
  • Einführung in das Thema: Andreas Kolde
  • Lied: Alleluia 7 (Taizé)
  • Psalm 112

    Halleluja! Wohl dem Menschen, der den Herrn fürchtet und ehrt
    und sich herzlich freut an seinen Geboten.

    Seine Nachkommen werden mächtig im Land,
    das Geschlecht der Redlichen wird gesegnet.

    Wohlstand und Reichtum füllen sein Haus,
    sein Heil hat Bestand für immer.

  • Entzünden der Osterkerze

    Den Redlichen erstrahlt im Finstern ein Licht:
    der Gnädige, Barmherzige und Gerechte.

    Wohl dem Menschen, der gütig und zum Helfen bereit ist,
    der das Seine ordnet, wie es recht ist.

    Niemals gerät er ins Wanken;
    ewig denkt man an den Gerechten.

    Er fürchtet sich nicht vor Verleumdung;
    sein Herz ist fest, er vertraut auf den Herrn.

    Sein Herz ist getrost, er fürchtet sich nie;
    denn bald wird er herabschauen auf seine Bedränger.

    Reichlich gibt er den Armen, sein Heil hat Bestand für immer;
    er ist mächtig und hoch geehrt.

    Voll Verdruss sieht es der Frevler, er knirscht mit den Zähnen und geht zugrunde.
    Zunichte werden die Wünsche der Frevler.

  • Einladung, Verse zu wiederholen
  • Lesung: Lk 16,1-13

    Jesus sagte zu den Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen. Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Du kannst nicht länger mein Verwalter sein. Da überlegte der Verwalter: Mein Herr entzieht mir die Verwaltung. Was soll ich jetzt tun? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich. Doch - ich weiß, was ich tun muss, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin. Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem andern, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich gleich hin und schreib «fünfzig». Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib «achtzig». Und der Herr lobte die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes. Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es zu Ende geht. Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen. Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen? Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer (wahres) Eigentum geben? Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.

  • Stille
  • Lied: "Ihr Reichen habt Erbarmen"

    Text: Helmut Schlegel. Musik: Stephan Sahm

  • Freie Fürbitten
  • Friedensgruß
  • Vater unser
  • Lied: "Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehn" (DweSs 425)

    Text: M.P.Figuera. Übertragung: Dithard Zils. Musik: Cristobal Halffter

  • Segen:

    Deine Hände mögen immer ihr Werk finden
    und immer eine Münze in der Tasche, wenn du sie brauchst.

    Das Licht der Sonne scheine auf deinen Fenstersims.
    Dein Herz sei voller Zuversicht, dass nach jedem Gewitter ein Regenbogen am Himmel steht.

    Der Tag sei dir freundlich, die Nacht dir wohlgesonnen.
    Die starke Hand eines Freundes möge dich halten,
    und Gott möge dein Herz erfüllen mit Freude und glücklichem Sinn.

    aus Irland