Abendgebet "Geiz ist geil" Ruprechtskirche, 01.04.2004

  • Liedprobe
  • Begrüßung
  • Lied: "Komm in unsre stolze Welt" Text: Hans von Lehndorff
  • Wir sprechen gemeinsam das Eröffnungsgebet
  • Einführung in das Thema

    Gö, da schauts! A klasse Uhr. So ane hat net jeder.
    Hab i aber ganz büllig kriagt, ein Schnäppchen sozusagen. Clever muaß ma sein!
    Verstehts mi recht: I schau auf Qualität - aber günstig muaß es sein.
    Net, dass i mirs net leisten kunnt, aber i wär ja blöd, wenn i mehr zahln tat als i muaß. I kann mirs leisten - aufs Geld zu schaun.
     
    Mehr als 1 Milliarde Menschen lebt von weniger als 1 Euro pro Tag. 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 800 Millionen Menschen hungern.
    Schon 1970 verpflichteten sich die Mitgliedsstaaten der UNO, 0.7% des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung zu stellen. Bisher haben fünf Länder dieses Ziel erreicht (z.B. Dänemark mit 1.01%). Der Beitrag Österreichs als acht-reichstes Land der Welt lag 2002 bei nur 0.26%!

     
    Na, da habts es! De Politiker schaun halt a aufs Geld!
     
    Die Kosten für die Beseitigung der Armut belaufen sich auf 0.7% des Welteinkommens. Mit 40 Milliarden Dollar pro Jahr (das entspricht 0.7% des Welteinkommens pro Jahr) könnte der Zugang zu den grundlegenden sozialen Dienstleistungen (Grundbildung, Gesundheitswesen, Ernährung, Trinkwasserversorgung und sanitäre Einrichtungen) sichergestellt werden.
     
    0.7%... I hab von Leit ghört, die gebn freiwillig - freiwillig, gebts euch des - bis zu 10% her. "Selbstbesteuerung" nennen die des! Deppert, ha?
    Was, "Teilen"? I spend' doch eh bei "Licht ins Dunkel"! Des ghert doch wohl dazua! Einmal hab i mi von mein Chef blöd anredn lassn müassn, weil er am 24. mein' Nam' net gsehn hat.
    Hm, i hab ghört, da gibt's Leut, die wirklich aufs Geld schaun müssn...
    Na, es is scho a guats Gfühl, wann ma aufs Geld schaun ka, aber net muaß.

    Christoph Enzinger
  • Kyrieruf: "Kyrie 10" Musik: Jacques Berthier

    Ihr wisst, was Jesus Christus, unser Herr, in seiner Liebe getan hat: Er, der reich war, wurde euretwegen arm, um euch durch seine Armut reich zu machen.

    Es geht nicht darum, dass ihr in Not geratet, indem ihr anderen helft; es geht um einen Ausgleich.

    Im Augenblick soll euer Überfluss ihrem Mangel abhelfen, damit auch ihr Überfluss einmal eurem Mangel abhilft. So soll ein Ausgleich entstehen, wie es in der Schrift heißt: Wer viel gesammelt hatte, hatte nicht zu viel, und wer wenig, hatte nicht zu wenig.

    Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.

    Gott, der Samen gibt für die Aussaat und Brot zur Nahrung, wird auch euch das Saatgut geben und die Saat aufgehen lassen; er wird die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen.

    In allem werdet ihr reich genug sein, um selbstlos schenken zu können; und wenn wir diese Gabe überbringen, wird sie Dank an Gott hervorrufen.

    2 Kor 8,9.13.14-15;9,7.10-11
  • Entzünden der Osterkerze
  • Lesung

    Das alles hörten auch die Pharisäer, die sehr am Geld hingen, und sie lachten über ihn. Da sagte Jesus zu ihnen: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag herrlich und in Freuden lebte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham, und Lazarus in seinem Schoß. Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schick Lazarus zu mir; er soll wenigstens die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, denk daran, dass du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber musst leiden. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, sodass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

    Lk 16,19-31
  • Stille
  • Lied: "Ihr Reichen habt Erbarmen" Text: Helmut Schlegel. Musik: Stephan Sahm
  • Freie Fürbitten
  • Vater unser
  • Friedensgruß
  • Lied: "The Kingdom of God" Musik: Taizé
  • Segen

  • Lied: "Wenn das Brot, das wir teilen" (DweSs 257) Text: C. P. März. Musik: Kurt Grahl